Den Reiz des Angelns jemandem zu erklären, der nie zuvor geangelt hat, dürfte fast unmöglich sein. Als Hobbyangler zählen üblicherweise Teiche, Bäche und Flüsse zu Ihren Angelrevieren. Gelegentlich werden Sie Erzählungen anderer Angler gelauscht haben, die Ihre Erfahrungen vom Fischen auf hoher See vermutlich etwas ausgeschmückt und vielleicht sogar von Ihren Erlebnissen geschwärmt haben.

Selbst Nicht-Anglern leuchtet der Unterschied ein, ob man eine aufgepäppelte Teichforelle vom Angelhaken befreit oder auf hoher See bei starkem Wellengang Jagd macht auf Makrelen, Dorsche und Lachse.

Fischen auf hoher See – was bedeutet das?

Einfach beschrieben bedeutet Hochseefischerei das Angeln in allen Gewässern fernab einer Küste. Somit scheiden die üblichen Gewässer eines Binnenanglers aus, wie zum Beispiel Teiche, Flüsse und Bäche. Gemeint sind Nordsee, Ostsee, Atlantik, Pazifik, der indische Ozean und weitere Meere.

Je nach Fanggebiet ist das Angebot an Fischarten unterschiedlich und wesentlich reichhaltiger als in den Binnengewässern. In den Fanggebieten auf hoher See warten Salzwasserfische wie Thunfisch und Dorsch auf den Sportangler. Manche Arten mit exotischen Bezeichnungen wie der saftige Mahi-Mahi sind Varianten der Makrele genauso wie ein Bonito zur Gattung der Thunfische zählt. Bonito findet übrigens am häufigsten seinen Einsatz als Dosen-Thunfisch. Ganz selten zeigen sich die Königsmakrele und der Marlin.

Die richtige Ausrüstung zum Hochseeangeln

Das Angeln in Binnen- und Küstengewässern ist Ihnen vertraut und Sie kennen die lokalen Unterschiede zu Fangtechniken und passender Ausrüstung. Für das Angeln auf hoher See gibt es dagegen kaum Regeln und keine Vorschriften – allerdings eine Vielzahl Tipps der Hersteller, die je nach Fanggebiet, Wetter und für jeden Fisch perfekt abgestimmte Angelausrüstung empfehlen.

Tatsächlich lässt sich mit wenigen Mitteln günstig eine geeignete Ausrüstung zusammenstellen, mit der Sie an jedem Ort und in jeder Situation einen guten Fang machen. Unser Tipp für eine gute Angelausrüstung ist der Angel Guru. 

Wichtig ist die richtige Wahl der Köder. Neben Pilkern, die es in allen Farben und Größen zu kaufen gibt, wird gerne mit Gummiködern geangelt. Ein weiteres Requisit ist eine mindestens 1 mm dicke Angelschnur im Gepäck mit entsprechender Reserve, falls diese wider Erwarten reißen sollte. Die Angelschnur sollte geflochten sein, weil sich der Köder weiter und gezielter auswerfen lässt und selbst leichte Bisse deutlicher zu spüren sind. Eine gut sichtbare, farbige Schnur ist hilfreich, damit Sie Ihre Schnur besser von der des Nachbarn unterscheiden können.

Eine wichtige Entscheidung sind die Angelruten. Auf hoher See kann es vorkommen, dass gleich zwei Fische auf einmal beißen – eine sogenannte Dublette. Dementsprechend müssen Ihre Ruten flexibel und sehr haltbar sein. Variable Längen bis zu 3,20 Metern Länge sollten für den Dorschfang ausreichen. Sofern Sie mit mehreren Anglern an Bord sind oder von einem Bellyboot aus angeln, sollten Sie kürzere Ruten zum Beispiel mit einer Länge von 2,40 Metern wählen, weil Sie diese aufgrund des eingeschränkten Platzes bequemer auswerfen können.

Als Wurfgewicht empfehle ich Ihnen maximal 150 Gramm zu wählen, darüber hinaus eignet sich die Rute gut zum Einsatz mit Pilkern und zum Angeln anderer Fischarten wie der Makrele. Bei sehr ruhiger See eignen sich Ruten mit einem Wurfgewicht unter 100 Gramm. Wenn Sie mit Gummifischen als Köder angeln möchte, bieten sich noch leichtere Hecht-Spinnruten an.

Hochseefischen für Anfänger

Wenn Sie bisher keine Erfahrungen in der Hochseefischerei haben, sollten Sie mit mittelgroßen Stationärrollen anfangen, die sich leichter auswerfen lassen und sich nicht verwickeln, also keine Perücken bilden. Außerdem sind diese etwas günstiger und leichter in der Handhabung als Multirollen für geübtere Angler. Beide Rollen sollten auf jeden Fall salzwasserfest sein.

Neben der oben beschriebenen Ausrüstung gibt es noch viel hilfreiches Zusatzequipment, wie zum Beispiel wasserfeste Taschen, Köderboxen, Relingkletten sowie eine Kühlbox mit Kühlaggregaten.

Zu guter Letzt empfehlen wir Ihnen eine Sitzkiepe mitzunehmen, damit Sie die Wartezeit bequemer überbrücken.

Wie unterstützt eine Sitzkiepe den Angler?

Ein Angler wartet manchmal mehrere Stunden bis zum Biss. Nicht überall gibt es passende Sitzgelegenheiten. Daher ist eine Sitzkiepe ein Muss für Angler. Es handelt sich dabei um einen Angelkoffer mit integrierter Sitzgelegenheit. Abhängig von persönlichen Wünschen, Zuladungsmöglichkeiten und vorhandenem Budget sollten Sie sich für eine solide Ausführung entscheiden. Ein hochwertiger Anglerstuhl wäre in manchen Situation vermutlich die bequemere Alternative – an Bord eines Hochseekutters ist der Anglerstuhl fehl am Platz.

Die Sitzkiepe bietet demgegenüber zahlreiche Vorteile zum Beispiel viel Platz zum Verstauen der Angelausrüstung, individuell an den jeweiligen Untergrund anpassbare Füße sowie integrierte Fußstützen und Rutenhalter.

Das Gewicht der Sitzkiepen könnte ein Nachteil sein, gerade dann, wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind, was auf hoher See selten der Fall ist.

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  • Der multifunktionale Angelkoffer von Arapaima Fishing Equipment mit geräumigen Hauptfach bietet viel Stauraum für Angelzubehör und Werkzeug
  • Mit Deckelfach mit variabler Aufteilung und vier im Deckel integrierten Kunststoffboxen bietet der Angelkasten viel Platz für Posen, Bleie, Haken, Köder und Zubehör
  • Die stabile Box kann dank Polsterung bestens als Sitzbox genutzt werden und bietet eine komfortable Alternative zum Angelstuhl
  • Die Angeltasche kann bequem als Rucksack oder dank verstellbarem Tragegurt über der Schulter getragen werden. Optimal für den Transport zur gewünschten Angelstelle
  • Zwei Außentaschen mit Reißverschluss und Mesh Einschubfächern, seitliche Mesh Taschen mit Kordelzug und das Einschubfach im Rücken bieten weitere Stauraum

Welche Muskeln werden beim Hochseefischen beansprucht?

Die meisten Nicht-Angler stellen sich unter Anglern Menschen vor, die gemütlich auf einem Anglerstuhl sitzend aufs Wasser starren. Hochseefischen zählt im Unterschied zur Binnenfischerei durchaus als Kraftsport. Je nach Fischart haben Sie es mit Wurfgewichten bis 300 Gramm oder mehr zu tun und müssen Köder oft über 100 Meter weit über den Kopf auswerfen, was besonders die Arm- und Schultermuskulatur erheblich beansprucht.

Hochseefischen im Einklang mit der Natur

Wer einmal einen Lachs aus der Nordsee gefangen hat oder sogar dabei war wie ein Hai aus dem Atlantik gezogen wurde, der mit einer Länge bis zu 1,60 Metern und einem Gewicht von über 60 Pfund an 120 Metern Angelschnur zerrt, den lässt die Hochseefischerei nicht mehr los. Für den Fisch geht es tragischerweise um Leben oder Tod – für Sie um einen Leckerbissen am Abend. Daher kämpft der Meeresräuber verzweifelt bis zum letzten Augenblick.

Den Kampf spüren Sie. Mit fortschreitender Zeit, in der sich das Tier mit allen Finessen windet, spüren Sie den Überlebenskampf und das zunehmende Gewicht des Meerestiers. Ihnen wird bewusst, ob Ihre Kondition für den großen Fang ausreicht und Sie Ihre Ausrüstung angemessen zum Anlass ausgewählt haben. Mit der passenden Sitzkiepe und einem guten Fitnessprogramm zur Vorbereitung sind Sie gerüstet für den nächsten Ausflug auf hohe See.